Fitness

STARTE LANGSAM

Tom Meurer Fitness Starte langsam

Es hat klick gemacht und Du bist hoch motiviert. Du weißt genau, dass es Zeit ist Deinem Körper wieder ein satte Portion Sport hinzuzufügen. Und in Deinem Kopf hast Du ein ähnliches Bild wie das obrige. Ja, das bin ich in einem Jahr.

Voller Euphorie hast Du Dir sorgsam ein Top-Fitness-Studio gesucht. Du bist voller Euphorie und kannst es nicht erwarten, dass das Probetraining statt findet.

Das Probetraining

Der große Tag ist gekommen. Voller Vorfreude gehst Du zum Probetraining. Ein Trainer führt mit Dir ein Interview. Das benötigt er um Deine „Leidensfähigkeit“ (Fitness-Stand) festzustellen. Du wirst gewogen und wenn Dein Studio richtig gut ist, werden auch noch Deine Vitalwerte ermittelt. Wenn es gut läuft wird nun ein Trainingsplan erstellt. Anschließend geht der Trainer mit Dir auf die Trainingsfläche und zeigt Dir die Geräte, welche Gewichte Du nutzen musst und in welcher Intensität Du die Kardio-Geräte einstellen sollst.

Nach dem Training gehst Du duschen und bist vor lauter Endorphine völlig aus dem Häuschen.

Wieder daheim

Voller Tatendrang setzt Du Dich mit Deinem Kalender hin und planst Deine Trainingstage. Du suchst auch die allerletzten, unverplanten Minuten um ins Studio zu gehen. Und freust Dich auf die kommenden Wochen.

Der ganz böse Fehler

Einige Wochen später. Der Besuch des Studios ist eine regelrechte Qual. Du fühlst Dich überfordert und getrieben. Eigentlich müßtest Du Dich ja auch wieder mal mit Freunden treffen und diese ganze Umstellung der Freizeit… Du triffst nun eine zwar für Dich logische, aber fatale Entscheidung. Du wirst das Fitness-Studio morgen nicht besuchen. Endlich mal wieder Zeit haben. Und dann wirst Du peu à peu nicht mehr gehen.

Hast Du Dich in dem Text vielleicht schon selber erkannt?

Glaube meiner Erfahrung

Ich hatte genau die selbe Euphorie. Ich wollte am liebsten jede zur Verfügung stehende Minute im Studio sein. Als meinem Trainer dies auffiel, nahm er mich zur Seite und gab mir folgende Tipps:

  • Fang ganz langsam an
  • Setz Dich nicht unter Druck
  • Maximal zwei Tage die Woche
  • Gib Deinem Körper Zeit sich auf die neue Situation einzustellen.
  • Die Sucht kommt von alleine
  • Setz Dir eine Routine die Du wirklich einhalten kannst (z.Bsp.: Mo, Mi, Fr oder Di, Do)
  • Gib Deinem inneren Schweinehund einen Namen. Meiner heißt Karl 🙂

Zuerst habe ich wirklich gedacht, der hat sie doch nicht mehr alle. Der soll doch froh sein, wenn er ein motiviertes Mitglied hat. Dann erzählte mir mein Coach wie viele Burner er hat kommen und gehen gesehen hat. Und die Gründe…

Ich kann nur bestätigen, dass mir die Tipps geholfen haben. Ich gehe Montags, Mittwochs und Freitags trainieren. Immer zur gleichen Zeit.

Meine kleinen Tipps

Und jetzt noch ein paar Tipps von mir.

  • Schreib Dir Deine Trainingstermine in Deinen Terminkalender. Und zwar mit der höchsten Priorität!

Dieser Termin ist nur in extremen Situationen verschiebbar. Glaub mir, dass klappt auch wenn Dir jemand einen geschäftlichen Termin zu Deinen Trainingszeiten auf’s Auge drücken will.


Ich mußte auch lernen „nein zu sagen“. Aber es geht. Es hat nun mal nicht jeder immer Zeit.


  • Saug die Worte von Deinem Trainer auf. Wenn Du einen guten Trainer hast, verfügt dieser über eine Menge Erfahrung. Und die solltest Du wirklich nutzen.

Ich hoffe mein Text kann Dir helfen bei der Stange zu bleiben. Aber der wichtigste Punkt ist wirklich:

FANG LANGSAM AN

Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut.

Mit Herz und Seele,

Tom

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Tom Meurer

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